In meinem Blog teile ich Gedanken, Geschichten und Anregungen, die bewegen – mal zu aktuellen Weltthemen, mal zu ganz persönlichen Fragen des Lebens. Ob es um politische Ereignisse, faszinierende Geschichten aus der Wissenschaft oder berührende Momente geht: Hier biete ich neue Perspektiven und lade dazu ein, die Welt und unser Leben mit einem lösungsorientierten Blick zu betrachten.
Gleichzeitig finden Sie hier auch praxisnahe Beiträge zu Themen, die Sie direkt unterstützen können:
Sei es für Paare: Tipps und erste kleine Schritte, um die Kommunikation zu stärken und Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.
Für Eltern: Lösungsfokussierte Ansätze, um den Familienalltag leichter und harmonischer zu gestalten.
Oder für Einzelpersonen: Anker und Impulse, um mit schwierigen Situationen besser umzugehen oder sich selbst neu zu entdecken.
Die Beiträge erscheinen in regelmäßigen Abständen. Egal, ob Sie sich inspirieren lassen oder konkrete Unterstützung suchen: Ich freue mich, wenn Sie mitlesen und vielleicht sogar etwas für sich mitnehmen können.
Wer kennt das nicht: das Baby schreit und hört einfach nicht auf. Das Kleinkind eskaliert und kann sich nicht beruhigen. Cry-It-Out war lange die Methode der Wahl, doch immer öfter wird diese Methode nun endlich hinterfragt!
Manche Sätze klingen auf den ersten Blick logisch. Kinder müssen lernen, sich selbst zu regulieren, ist so ein Satz.
Und ja, natürlich ist Selbstregulation ein wichtiges Entwicklungsziel. Die systemische Frage ist jedoch nicht ob, sondern wie und wann.
Aus systemischer Perspektive entwickeln Kinder ihre Fähigkeiten immer im Kontext von Beziehung. Kein Kind reguliert sich isoliert. Regulation entsteht zunächst zwischen Menschen, nicht in ihnen.
Ein unreifes Nervensystem kann sich nicht selbst beruhigen. Es braucht ein anderes, reguliertes Nervensystem als Orientierung:
eine ruhige Stimme
körperliche Nähe
Präsenz
Resonanz
Das nennen wir Co-Regulation.
Erst aus vielen wiederholten Erfahrungen von „Ich werde gesehen, gehalten und unterstützt, wenn es zu viel wird“ entsteht nach und nach das, was wir später Selbstregulation nennen.
Wenn ein Kind „es gerade nicht kann“
Systemisch betrachtet ist wichtig: Ein Kind verhält sich nicht so, weil es nicht will, sondern weil es im Moment nicht anders kann.
Überforderung, Müdigkeit, Hunger, emotionale Reize oder soziale Spannungen wirken immer im gesamten System. Ein Verhalten ist dann kein individuelles Versagen, sondern ein Signal.
Die Frage verschiebt sich dadurch von:
Warum reißt es sich nicht zusammen? zu: Was braucht dieses System gerade, um wieder in Balance zu kommen?
Regulation wird gelernt, aber nicht durch Alleinsein
Wenn Erwachsene sich zurückziehen mit der Idee, ein Kind müsse „das jetzt allein klären“, lernt das Kind selten Regulation. Häufig lernt es Anpassung, Rückzug oder Übersteuerung.
Systemisch gesehen ist das nachvollziehbar: Das System bleibt dysreguliert, es wird nur leiser.
Nachhaltige Entwicklung entsteht dort, wo Erwachsene verantwortlich regulieren, bis Kinder es zunehmend selbst übernehmen können.
Ein Gedanke zum Mitnehmen
Vielleicht geht es weniger darum, Kinder möglichst früh unabhängig zu machen. Und mehr darum, ihnen ausreichend abhängige Sicherheit zu ermöglichen.
Denn was Kinder in Beziehung erleben, wird später Teil ihrer inneren Struktur.
Selbstregulation ist kein Startpunkt. Sie ist ein Ergebnis.
ich starte 2026 mit einem sehr persönlichen Buchprojekt: Es geht um Schwangerschaftsabbruch, die Zeit davor und danach, um Gefühle, Entscheidungen, Trauer, Verantwortung – und auch um die Beziehung zum ungeborenen Kind.
Ich möchte in diesem Buch die Erfahrungen von Frauen sichtbar machen, die selbst eine Abtreibung erlebt haben. Dazu brauche ich deine Unterstützung: Eine anonyme Umfrage, in der du deine Gedanken und Gefühle teilen kannst. Jede Stimme hilft, ein realistisches, differenziertes Bild zu zeichnen.
Die Umfrage ist freiwillig und anonym. Sie richtet sich an alle, die selbst Erfahrungen mit einem Schwangerschaftsabbruch gemacht haben, unabhängig von Zeit, Ort oder Umständen.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht politische Parolen oder schnelle Bewertungen, sondern Fragen wie:
Wie fühlt sich diese Entscheidung innerlich an?
Welche emotionalen Folgen können entstehen – unmittelbar oder erst viel später?
Gibt es Trauer, Ambivalenz, Bindung oder Verbundenheit zum ungeborenen Kind?
Was hilft, das Erlebte zu tragen, einzuordnen und zu integrieren?
Wofür das Buch gedacht ist
Das geplante Buch soll Frauen erreichen,
die sich mitten in einer Entscheidung befinden,
die einen Abbruch erlebt haben und nachträglich verstehen wollen, was sie innerlich bewegt,
oder die spüren, dass es etwas gibt, das noch gesehen, betrauert oder gewürdigt werden möchte.
Es soll keine Anleitung, keine Rechtfertigung und keine Bewertung sein – sondern ein Raum für menschliche Erfahrungen, Komplexität und Würde.
Weitergeben ausdrücklich erwünscht
Wenn du selbst nicht teilnehmen möchtest oder kannst, freue ich mich sehr, wenn du den Link an Frauen weitergibst, für die diese Umfrage relevant sein könnte. Auch das Teilen im eigenen Netzwerk hilft, viele unterschiedliche Stimmen hörbar zu machen.
Rückschläge gehören dazu – behandle dich freundlich, statt dich zu kritisieren.
Anerkennen, dass Veränderung Zeit braucht.
🌱 Systemisches Betrachten
Beobachte, wie sich neue Denkmuster auf Beziehungen und Umfeld auswirken.
Nutze Erfahrungen, um Muster weiter anzupassen und zu stärken.
Wenn wir unsere neuen Denkmuster erfolgreich im Alltag verankert haben, schließen wir mit einem Fazit und Impuls, der zusammenfasst, wie Gedanken bewusst verändert und langfristig gestärkt werden können, im letzten Teil.
Stell dir vor, wie du Herausforderungen erfolgreich meisterst.
Nutze mentale Bilder, um das neue Denken zu stärken.
🧩 Praktische Experimente im Alltag
Probiere bewusst neue Denk- und Verhaltensweisen aus.
Beobachte, wie sich Gefühle, Reaktionen und Beziehungen verändern.
Sobald wir neue Denkmuster entwickelt haben, geht es darum, diese täglich zu integrieren und langfristig zu festigen. Im nächsten Teil zeige ich Routinen und Strategien, um die neuen, stärkenden Gedanken nachhaltig zu leben.
Oft stammen limitierende Gedanken aus Kindheit, Erfahrungen oder gesellschaftlichen Erwartungen.
Zu wissen, woher ein Gedanke kommt, hilft, ihn zu relativieren.
⚖️ Realität vs. Interpretation
Unterscheide zwischen objektiven Fakten und subjektiven Interpretationen.
Frage dich: „Sehe ich die Situation neutral oder färbt mein Gedanke sie negativ?“
💡 Neues Bewusstsein schaffen
Alle Erkenntnisse, die du hier gewinnst, bereiten den Boden, um einschränkende Denkmuster in förderliche umzuwandeln.
Nachdem wir unsere Denkmuster hinterfragt haben, können wir im nächsten Schritt limitierende Glaubenssätze in förderliche Denkmuster transformieren. Teil 4 zeigt praktische Methoden und Beispiele für diese Umwandlung.
Achte darauf, was du dir selbst sagst – im Alltag, in Stresssituationen oder bei Entscheidungen.
Notiere Gedanken, die dich hemmen, um sie bewusst wahrzunehmen.
📌 Typische limitierende Glaubenssätze
„Ich bin nicht gut genug.“
„Andere Menschen sind wichtiger als ich.“
„Ich darf keine Fehler machen.“
Wenn wir unsere limitierenden Glaubenssätze erkannt haben, ist der nächste Schritt, sie zu hinterfragen und auf ihre Gültigkeit zu prüfen. Im dritten Teil zeige ich dir Methoden, um diese Gedanken kritisch zu beleuchten und zu prüfen, ob sie wirklich zutreffen.
Unsere Gedanken begleiten uns den ganzen Tag – bewusst oder unbewusst. Sie beeinflussen, wie wir uns fühlen, welche Entscheidungen wir treffen und wie wir mit anderen Menschen umgehen. Manche Gedanken beflügeln uns, andere halten uns zurück.
In den folgenden Blogbeiträgen schauen wir uns an, wie limitierende Glaubenssätze entstehen, wie wir sie erkennen und vor allem, wie wir sie Schritt für Schritt in stärkende Denkmuster verwandeln können.
Denkmuster beeinflussen, wie wir Situationen wahrnehmen und auf sie reagieren.
Sie wirken wie eine „innere Landkarte“ unseres Lebens.
✅ Förderliche Denkmuster stärken uns
Unterstützen Selbstvertrauen und Entscheidungsfähigkeit.
Helfen, Herausforderungen konstruktiv zu meistern.
⚠️ Limitierende Denkmuster setzen uns Grenzen
Führen zu Selbstsabotage oder wiederkehrenden Problemen.
Oft unbewusst, wirken aber stark auf Gefühle und Verhalten.
🔄 Veränderung ist möglich
Mit Aufmerksamkeit, Reflexion und gezielten Methoden lassen sich alte Glaubenssätze in förderliche Gedanken umwandeln.
Schritt für Schritt neue, stärkende Denkmuster etablieren.
Nachdem wir verstanden haben, warum unsere Denkmuster so entscheidend für unser Denken, Fühlen und Handeln sind, wenden wir uns nun der Erkennung limitierender Glaubenssätze zu. Im nächsten Teil schauen wir uns an, welche Anzeichen es gibt und wie du deine eigenen einschränkenden Gedankenmuster bewusst wahrnehmen kannst.
🌿Toxische Beziehungen sind nicht nur emotional belastend – sie können auch ernsthafte Folgen für deine Gesundheit haben.
🧠 Komorbiditäten wie Depressionen, Angststörungen, chronische Erschöpfung oder Burnout treten häufig auf, weil dein System dauerhaft unter Stress steht.
Virginia Satir: US-amerikanische Psychotherapeutin und eine der bedeutendsten Familientherapeutinnen; oft auch als Mutter der Familientherapie bezeichnet.
Mechthild Reinhard: Diplom Pädagogin, systemische Familientherapeutin, Supervisorin. Sie ist Mitgründerin der sysTelios Klinik Siedelsbrunn.
Gunther Schmidt
Gunther Schmidt: Volkswirt, Arzt und Systemischer Familientherapeut. Er ist Begründer der hypnosystemischen Therapie, die er Anfang der 1980er-Jahre entwickelt hat. Sie kombiniert die Systemische Therapie mit der Hypnotherapie (nach Milton H. Erickson). Er ist Mitgründer der sysTelios Klinik in Siedelsbrunn.
Steve de Shazer
Steve de Shazer: amerikanischer Psychotherapeut. Mit seiner Frau Insoo Kim Berg entwickelte er die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie, die sich zwar vom Systemischen Ansatz unterscheidet, dennoch aber in den Grundannahmen Ähnlichkeiten aufweist.
Gunther Schmidt
Gunther Schmidt: Arzt und Systemischer Familientherapeut. Er gilt als einer der Pioniere der hypnosystemischen Therapie, die Systemische Therapie mit Hypnotherapie (nach Milton Erickson) kombiniert. Er ist Mitbegründer der sysTelios Klinik.
Stephen Porges
Stephen Porges: amerikanischer Psychiater und Neurowissenschaftler. Er ist der Begründer der Polyvagaltheorie, die auf der Untersuchung des Zusammenspiels von parasympathischem und sympathischem Nervensystem beruht und dabei einen Grundstock der Traumatherapie liefert.
Peter Allen Levine
Peter Allen Levine: amerikanischer Biophysiker, Psychologe und Psychotraumatologe. Begründete das Somatic Experiencing, einer körperorientierte Methode zur Traumaheilung. Als Referent traf er auch mehrfach auf Steven Porges.
Milton Erickson
Milton Erickson: amerikanischer Psychiater, Psychologe und Psychotherapeut. Begründer der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Hypnose. Vater der Hypnotherapie. Er prägte Paul Watzlawick und beeinflusste maßgeblich den lösungsfokussierten Ansatz von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg.
Paul Watzlawick
Paul Watzlawick: österreichischer Philosoph, Psychotherapeut und Kommunikationswissenschaftler. Seine „Anleitung zum Unglücklichsein“, in der es um die Konstruktion der Wirklichkeit geht, gilt als bahnbrechend.